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Luzern

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Vorsorgen/Anlegen | Gebundene Vorsorge

Die gebundene Vorsorge basiert auf der Säule 3a und wird durch die Steuerpolitik des Bundes speziell gefördert.

Beiträge in die gebundene Vorsorge sind bei anerkannten Produkten steuerabzugsfähig. Die Vorsorgeleistungen hingegen sind voll zu besteuern.

An die Produkte sind aber auch einige Bedingungen geknüpft. So kann man über das angesparte Kapital nicht jederzeit verfügen, da die Vorsorgeleistungen fürs Alter vorgesehen sind (ordentlicher Bezug). Außerdem sind nur zwei Vorsorgeformen zugelassen:

  • bei einer Schweizer Versicherungsgesellschaft
  • bei einer Bank-/Vorsorgestiftung
Nutzerkreis
Jeder Person, die in der Schweiz ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen nachweisen kann, steht der Weg in die gebundene Vorsorge offen.
  • Arbeitnehmende
  • Selbständigerwerbende
  • Arbeitssuchende (Taggeldanspruch)
  • Grenzgänger mit Wohnsitz im Ausland (Arbeitgeber in der Schweiz)
  • IV-Bezüger mit Resterwerbstätigkeit
Vorsorgebeziehungen
Die Anzahl der Vorsorgevereinbarungen ist nicht beschränkt. Ganz im Gegenteil, eine Aufteilung auf mehrere Vereinbarungen kann sogar sinnvoll sein.
  • Steuerersparnis bei gestaffelter Vorsorgebeginn
  • Einlegerschutz
  • Flexibilität bei vorzeitigem Bezug
Eine Beschränkung der gebundenen Vorsorge gilt lediglich für die jährlichen Beiträge. Für 2011 gilt ein maximal möglicher Einzahlungsbetrag von
  • CHF 6´682 bei Anschluss an Pensionskasse (kleine Säule 3a)
  • CHF 33`408 ohne Anschluss an Pensionskasse mit max. 20% des Nettoerwerbseinkommens (große Säule 3b)
Vorzeitiger Bezug
Unter bestimmten Voraussetzungen können die Vorsorgeleistungen vorzeitig in Anspruch genommen werden.
  • Finanzierung von selbstbewohntem Eigentum
  • Verpfändung für selbstbewohntem Wohneigentum
  • Rückzahlung von bestehenden Hypotheken
  • Renovation von selbstbewohntem Eigentum
  • Einkauf in eigene Pensionskasse
  • Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
  • Verlassen der Schweiz (Auswanderung)
  • Bezug der IV (Invaliditätsrisiko nicht mit Zusatzversicherung abgesichert)
Eine vorzeitige Inanspruchnahme bedingt eine volle Besteuerung des entsprechenden Betrags.

Ordentlicher Bezug
Die gebundenen Vorsorgeleistungen dürfen maximal 5 Jahre vor Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters bezogen werden, spätestens jedoch bei Erreichen des AHV-Rentenalters. (Frauen: 64 Jahre, Männer: 65 Jahre). Besteht darüber hinaus eine Erwerbstätigkeit, kann die Säule 3a über das ordentliche AHV-Rentenalter fortgeführt werden, längstens jedoch 5 Jahre.

Vorsorgeprodukte von Banken

  • Vorsorgekonto 3a
  • strukturierte kapitalgestützte Vorsorgeprodukte
  • Wertschriftenlösung (Fonds)
Vorsorgeprodukte von Versicherungen
  • Vorsorgepolice 3a Kombination aus Risikoschutz (Invalidität und Tod) mit einem garantierten Altersvorsorgekapital. Außerdem partizipiert der Versicherte an den Zusatzgewinnen, die ein Versicherungsunternehmen erwirtschaftet und seinen Kunden zugute kommen lassen muss (Überschussbeteiligung).
  • Fondsgebundene Vorsorgepolice Kombination aus Risikoschutz (Invalidität und Tod) mit einem Wertschriftensparprozess. Die Sparanteile dieses Produkt fließen direkt in die Wertschriften, wobei der Aktienanteil hier auf 50% begrenzt ist. Dieses Produkt birgt sowohl die Chancen einer höheren Rendite als auch die Risiken von Verlusten.